Mittwoch, 10. Juni 2026

Nachruf


Diese Nachricht erreichte uns heute vom Team der 
BuchDruckKunst Hamburg, Annette Kölbel und Matthias Taube.

Klaus Raasch gestaltete 2023 für die Mitglieder des 
Bessinger Grafikzirkels einen  wunderschönen Holzschnitt, 
ein Meeresbild in vielen Farben. Wir werden sein fröhliches Auftreten, 
seine immer kollegiale Art, nicht vergessen und denken zurück an viele 
schöne Momente im Museum der Arbeit in Hamburg  ....
Klaus, mach`s gut: Birgit, Bodo und Paul



Copyright 2026 Matthias Taube + Annette Kölbel
Eppendorfer Weg 215 · 20253 Hamburg  ·  mail@buchdruckkunst.com

Liebe Interessenten der BuchDruckKunst 2026,
heute müssen wir Euch eine sehr traurige Nachricht überbringen:
Klaus Raasch, unser Freund und Drucker, unser Vorgänger in der Messeleitung ist nach langer, schwerer Krankheit verstorben.

Er war der Buchdrucker Deutschlands. Bei ihm gaben renommierte Verlage für die ganz besonderen Auflagen ihrer weltbekannten Autoren und Illustratoren Handpressendrucke in Auftrag. Das taten sie, weil Klaus Raasch für die kompliziertesten drucktechnischen Herausforderungen immer Lösungen fand. Seine Akribie, sein Farbempfinden, sein tiefes Wissen von dem Zusammenspiel von Papier, Druckstock, Farbe und Druckpresse hat einzigartige Bücher entstehen lassen.

Klaus Raasch war ebenso ein viel beachteter Grafiker und Verleger. In seinem mit Artur Dieckhoff 1984 gegründeten Druck-Atelier „Schwarze Kunst“ produzierte er zunächst in Hamburg Altona, dann ab 2002 im Aller-Leine-Tal in Büchten Standards setzende Werke für seine „Edition Klaus Raasch“ und die Reihe „Schwarze Kunst“.
Von 2015 bis 2025 prägte Klaus Raasch die BuchDruckKunst mit viel Leidenschaft und Herzblut.
Sein Engagement machte die Messe zur größten und bekanntesten Verkaufsmesse für Buchkunst und Druckgrafik im deutschsprachigen Raum. 2025 übergab er die Leitung aus gesundheitlichen Gründen.

Klaus Raasch ging mit seiner Anfang 2024 diagnostizierten Krebserkrankung offensiv und öffentlich um. Mit seiner wahrscheinlich der Ruhrgebietsherkunft geschuldeten positiven Lebenseinstellung ertrug er die unzähligen Chemotherapien und die immer größer werdenden Einschränkungen und Schmerzen. Mit seiner warmherzigen Empathie und seinem Motto „Arbeit und Apfelkuchen“ als lebenserhaltende Maßnahme berührte er Familie, Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen bis zu seinem erwartbaren Lebensende.

Klaus ist in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni im Helenenstift in Hamburg-Altona im Alter von 66 Jahren verstorben.
Unsere mitfühlenden Gedanken gelten seiner Ehefrau Gerlinde und seinem Sohn Tobias.

Wir sind sehr, sehr traurig.
Herzliche Grüße
Annette Kölbel und Matthias Taube 


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